Category Archives: Interior

Wohnen in einer Fabrik

Fabrikgebäude klingen erstmal nicht wirklich sexy oder wohnlich, weil man halt gleich an Arbeit, Schweiß, Dreck, Fließbänder und keine Ahnung was noch denkt. Aber wie so oft sind es Vorurteile, die uns leiten und wenn man mich fragen würde, ob ich es mir vorstellen könnte in einer Fabrik zu wohnen, dann würde ich definitiv „JA“ sagen. Wieso? In den Räumlichkeiten muss nichts künstlich hervorgehoben werden, um irgendein Ambiente zu schaffen, denn es ist schon alles da. Die Stimmung ist vorgegeben und nur darauf muss man sich einlassen können. Versteht ihr mich? Es geht darum, die „Seele“ eines Raumes nicht zu verfälschen. Ich kann beispielsweise nicht ein Fabrikgebäude, was innen freigelegte Backsteinwände hat,  mit einem Landhausstil versehen. Das geht nicht. Das wäre Ketzerei 😉
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Ein Flur mit vielen Staumöglichkeiten

Sind Koffer nicht schon wieder out? Nope! Ganz klar! Sie sind einfach viel zu praktisch und sehen im richtigen Ambiente einfach bombig aus.

Flur und Koffer

Zum Nachmachen: Alte Koffer aus Omas Zeiten findet ihr vielleicht auch bei selbiger auf dem Speicher oder auf Flohmärkten. Bei Dawanda gibt es viele Vintage Koffer, u.a. auch Überseekoffer -die sind besonders groß und sehen meistens etwas schöner aus als „gewöhnliche“, so wie dieser hier. Den würd ich auch glatt kaufen, wenn ich Platz für ihn hätte 😉

Das Schöne an den Koffern ist, dass man sehr viel Zeug unterbringen kann – egal, wo sie denn nun ihren Platz finden. Nicht jeder hat eine Rumpelkammer oder eine übergroßen Keller. Und es gibt einfach Sachen, an die man nicht ständig ran muss, da ist’s ganz praktisch, wenn man sie in dem ein oder anderen Koffer unterbringen kann. Wenn die Koffer im Wohnzimmer stehen würden- da reichen auch 4-5 übereinander gestapelte- um beispielsweise Kissen, die man saisonal wechselt, oder Decken zu verstauen oder aber auch die zig Lifestyle- und Dekomagazine von denen man sich nicht rennen kann -oder spreche ich da nur von mir ?! Wie auch immer, ich hoffe, euch gefällt’s!

Wenn ihr euren Flur so gestalten möchtet wie auf dem Bild, dann gibt’s bei Ikea diesen Lampenfuß aus Glas und Jära-Schirm in unterschiedlichen Größen. Ähnliche Konsolentische habe ich bei Maisons du Monde gefunden: Beispiel 1, 2 oder 3. Einen alten Spiegel findet man wahrscheinlich an den selben Orten wie die Koffer. Hier ist einer, der ist okay, aber er reißt mich jetzt nicht vom Hocker. So, genug der Inspiration für heute- die Woche hat ja erst begonnen 😉

Einen schönen Montag!

via Country Living

Makeover eines historischen Südstaaten Hauses

Ein Holzhaus aus 1820 steht in Mississippi und wartet und wartet und wartet bis es endlich aus dem Dornröschenschlaf erweckt wird. Beim Anblick des Hauses kann man verstehen, dass potentielle Käufer zurückschrecken: Es sieht gespenstisch aus – als wäre es gerade aus nem Steven King Werk entsprungen und dann ist es eben auch komplett baufällig. Alles musste gemacht werden Klar, es stand ja auch mehrere Jahrzehnte leer und die Zeit hinterließ ihre Spuren. Aber manchmal reicht eine Vision aus, um sich dem zu stellen, was da kommen mag. Das Ehepaar Thomas hatte diese Vision und die ganze Arbeit sollte sich auszahlen. Nach drei langen Jahren wurden die beiden mit einem wahren Schmuckstück belohnt, das  – wollen wir mal ehrlich sein – wahrscheinlich noch nie so gut ausgesehen hat. Die vorher-nachher Bilder sprechen Bände und zeigen wieviel Arbeit und Detailverliebtheit in den Renovierungen stecken. Das Ehepaar hat Originalpläne und sogar Tagebücher der Erstbesitzer in den Stadtarchiven gefunden, in denen akkurat aufgelistet war, wie das Haus ursprungs ausgesehen hatte. Unglaublich, dass dies aufgehoben wurde. Und noch viel unglaublicher ist, dass die Familie versuchte, diesen Originalzustand wiederherzustellen – was ein Unterfangen! Kein Wunder, dass es so lange gedauert hat! Sie waren in vielen Antiquitätengeschäften, auf Flohmärkten, im Internet unterwegs, haben nur ausgewählte, alte Hölzer, beispielsweise Pinie, verarbeiten lassen und bei der Einrichtung haben sie sich auch nicht beirren lassen – klassisch amerikanisch, etwas kolonial und viel Südstaaten- Charme.

Dies ist das Wohnzimmer und man kann im Hintergrund erkennen, dass die Wandverkleidung geblieben ist und aufgearbeitet wurde. Die Farben nach der Renovierung entsprechen den Originalplänen- nicht ganz mein Stil, das Braun empfinde ich als recht groben Bruch zum Weiß, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten 😉

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after-history-books-staircase

Das ist für mich das schönste Makeover. Hier konnte noch mit den Originalmaterialien gearbeitet werden und natürlich musste hier und da etwas mehr ausgebessert werden, aber was ein schöner Anblick. Strahlendes Weiß trifft auf dunkle Stufen und Geländer! Die passende Konsole in derselben Farbe wie die neuen Böden aus Pinienholz und einige (dunkel-)braune Accessoires machen den ehemals vergammelten Flur zur Augenweide.

Der desolate Zustand des Hauses war zum Glück nicht überall gleichermaßen ausgeprägt. Im Dachboden scheint es schneller vorangegangen zu sein als im unteren Wohnbereich.

Ich habe unheimlich viel Respekt vor denjenigen, die sich sowas zutrauen! Ich will gar nicht wissen, was für „Überraschungen“ auf die beiden während der Sanierung zugekommen sind und welche Abgründe sich aufgetan haben. Bei so einem alten Haus kann man sich auf nichts gefasst machen. Daher finde ich es umso schöner, dass es immer noch Menschen gibt, die alten Häusern wieder Leben einhauchen und dafür sorgen, dass Vergangenes erhalten bleibt. Chapeau!

Via: Country Living

 

Til Schweiger und sein Barefoot Living

Der Til – Traum vieler Frauen, ja, hübsch anzusehen ist er, aber in ihm steckt -wie wir wissen- einiges mehr als ein Lausbubenlächeln und schöne blaue Augen. Der Til macht inzwischen in Design. Barefoot Living ist der schön klingende Name seiner Linie, die er mithilfe von Interior Designerin Carde Reimerdes verwirklicht hat. Mit Barefoot Living geht es um ein Lebensgefühl – um Leben, Lachen, Wohlfühlen und Relaxen– heißt es auf seiner Seite. Und wenn man sich die Stücke anschaut, dann sieht man, dass das passt. Im Vordergrund stehen natürliche Stoffe, erdige Töne, ein schlichter Stil. Kuschelig und kernig – so wie man es von ihm kennt. Man kann die Meeresbrise förmlich riechen und den Sand zwischen den Zehen spüren beim Durchstöbern der Seite.

Till weiß, wie er seine Sachen gut inszenieren kann. Viele seiner Stücke finden sich in seinem letzten Kinohit Honig im Kopf. Product Placement in eigener Sache. Sei es drum. Denn das, was man sieht, gefällt. Und das, was man liest, ist echt. Denn Till sagt, was er an den jeweiligen Dingen mag und was er damit verbindet. Ein kleiner Einblick ins Private. Schön. Auch seine Tochter Emma, die ja bereits in zahlreichen seiner Filme mitgewirkt hat, wird auch in dieses Projekt eingebunden. Er hat einen Wein nach ihr benannt, den es natürlich für Jedermann bei Barefoot Living zu kaufen gibt, so wie folgende Schätze:

Standfoto "Honig im Kopf"

Kaschmirpulli

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Handgehäkeltes Kissen

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Wein Emma

Geschirr

Schüsseln

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Hängematte

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Seawashed Table

Ich habe auch einen Seawashed Table und möchte ihn nicht mehr missen. Wenn man dann als Kontrast auch Stühle mit einbringt, die den ganzen Stil etwas aufbrechen, aber gleichzeitig auch vollenden, dann fährt man ganz gut – stilmäßig, meine ich. Beim Til sind die Stühle ausverkauft. Ich habe bei Maison du Monde (fast?) diesselben Stühle gefunden und dazu noch günstiger.Was ganz gut ist, denn der Tisch ist echt sau teuer. Ich hätte mir gewünscht, dass die It-Pieces etwas bezahlbarer wären. Naja. Ein Stück Til ist halt teuer. Haha. Wie seht ihr das?

Have a lovely weekend my friends.